Neues Equipment
Neues Jahr, neuer Versuch …
In der Zwischenzeit habe ich mir ein neues Zelt sowie einen synthetischen Schlafsack gekauft. Nachdem ich vor einem Jahr nachts so sehr gefroren hatte, wollte ich dieses Mal nicht wieder die halbe Nacht zitternd im Schlafsack verbringen. Also musste dringend besseres Equipment her.
Das Zelt habe ich meiner Kollegin nachgekauft. Es ist ultraleicht und lässt sich auch alleine unkompliziert aufstellen. Beim Schlafsack liess ich mich in einem Fachgeschäft beraten. Auf meinen Wunsch, etwas Veganes, Leichtes und gleichzeitig Warmes zu finden, erhielt ich die ernüchternde Antwort: „das git’s nöd“. Gut, dann müssen wohl oder übel beim Gewicht und Packvolumen Abstriche gemacht werden. Als ich den neu erworbenen Schlafsack zu Hause in meinen Rucksack packen wollte, wurde mir erst bewusst, wie gross das Ding tatsächlich ist. Somit ist die Frage nach einem grösseren Rucksack noch nicht abschliessend geklärt. Vielleicht ja nächstes Jahr 😉



Oben angekommen bliesen uns direkt Windböen von rund 40 km/h um die Ohren. Ursprünglich wollten wir auf einer Kuppe campieren, um einen noch besseren Ausblick auf den Sonnenuntergang über dem See zu haben. Doch bei diesem Wind haben wir diese Idee sehr schnell verworfen und uns stattdessen in einer kleinen Kuhle eingenistet.
Zum Znacht gab es wieder Thai-Nudeln und zum Dessert haben wir frische Zimtschnecken gebacken. Der Gaskocher war anfangs allerdings so heiss, dass die eine Seite direkt angekokelt ist. Deshalb gibt es davon auch (noch) kein Foto, denn der erste Versuch sah nicht besonders ästhetisch aus. Mit einem leichten Röstaroma liess sich der warme, zimt-zuckrige Dessert trotzdem sehr geniessen 😋
Wir sassen lange auf einer Bank und schauten zu, wie die letzten Sonnenstrahlen hinter dem Horizont verschwanden. Danach hiess es, ab in den Schlafsack und hoffen, dass die Nacht weniger kalt werden würde. Genau diese Sorge hielt mich dann tatsächlich lange wach …



Als der Wecker ertönte und meine Kollegin kurz aus dem Zelt lugte, war es noch neblig. Ich schloss nochmals die Augen und kuschelte mich in meinen warmen Schlafsack. Und jaaaaaa, er war tatsächlich noch angenehm warm. Um Mitternacht bin ich einmal aufgewacht und musste sogar meinen Schal, die Socken und die langärmlige Skiunterwäsche ausziehen. Wer hätte das gedacht? 😇
Da die aufgehende Sonne noch etwas auf sich warten liess, begrüssten wir den Tag mit einer kleinen Yoga-Einheit. Der Boden war noch ziemlich feucht, weshalb wir die klassischen Sonnengrüsse vorerst wegliessen und uns auf eine stehende Sequenz beschränkten. Die Bewegung an der frischen Morgenluft und die Ruhe taten gut. Dabei konnten wir aus der Ferne nochmals Steinböcke beobachten, die sich ganz gemütlich ihren Weg durch die Berglandschaft bahnten.
Den Beitrag vom vergangen Jahr,
kannst du hier lesen ☺️

Autor
geraldine.broenimann@icloud.com